Montessori

Maria Montessori hat sich für ihre Pädagogik vor allem an der körperlich-geistig-psychischen Entwicklung und an den individuellen Lernbedürfnissen der Kinder orientiert. Sie vertraute auf die eigenen Kräfte des Kindes, auf seinen inneren Antrieb und Willen zu wachsen und „groß“ zu werden. Die Kinder werden deshalb weniger geführt, sondern von den PädagogInnen darin unterstützt, aus der Kraft ihrer eigenen Potenziale in die Gesellschaft hineinzuwachsen, ihren eigenen Weg zu finden und intelligente, leistungsfähige sowie kooperations- und hilfsbereite Menschen mit sicherem Selbstbewusstsein zu werden. Einerseits muss also jedes einzelne Kind ebenso verständnisvoll wie auch genau beobachtet werden: Wie weit ist es in seiner Entwicklung? Welche Bedürfnisse hat es - offen oder verdeckt? Wohin zielen seine Aktivitäten? Welche Angebote oder Hilfen braucht es jetzt? Zuerst kommt also - wie bei der Kinderärztin - die Diagnose. Einer der Grundsätze der Montessori-Pädagogik lautet: „Folge dem Kind, achte auf die Zeichen, die dir seinen Weg zeigen.“